BMDSys wurde im April 2005 von Torsten Krümmel gegründet, nachdem fünf Jahre zuvor ein Freund und Geschäftspartner aufgrund eines kardialen Ereignisses ins Koma fiel, in dem er noch heute liegt. Bereits 2003 traf Krümmel den Physiker Dr. Sergio N. Erné einen Experten für Magnetsensorik, Störungskompensation und komplexe mathematische Analysen. Erné hatte mit großem Einsatz und Beharrlichkeit ein aus den späten 1960er Jahren stammendes Experiment für die Aufnahme der magnetischen Signale des menschlichen Herzens so weiterentwickelt, dass sie erstmals klinisch hochgradig relevante Aussagen lieferte und kurz davor stand industrialisierbar zu sein.
Auf dieser Basis entwickelten Erné und Krümmel zwischen 2003 und 2005 gemeinsam die Grundlage für das erste industriell produzierbare und in der klinischen Routine einsetzbare Magnetfeld Imaging System. Ende 2005 kam der Schweizer Unternehmer Robert Schweizer mit seiner IMEDCO AG als Gesellschafter hinzu.
Gemeinsam mit der Universität Jena wurden in der Folge verschiedene Grundlagenforschungsprojekte begonnen, die zur weiteren Optimierung der MFI Technologie beitragen sollten. Die Landesregierung des Freistaates Thüringen erkannte die Bedeutung und das Potential dieser Arbeit und förderte die Forschungsarbeit von BMDSys und der Universität Jena mit mehr als 2,5 Millionen €.
Bereits 2007 wurde ein seriennaher Prototyp des Apollo CXS am Universitätsklinikum in Jena installiert und in der klinischen Routine getestet.
Im Herbst 2007 wurde BMDSys für den Innovationspreis 2007 nominiert und als einer der drei Finalisten ausgezeichnet.
Im September 2008 konnte dann das erste Apollo CXS aus der Vorserienproduktion am Asklepios Klinikum St. Georg in Hamburg für die Abteilung für Kardiologie unter der Leitung von Professor Karl-Heinz Kuck installiert werden. Hier wurden im klinischen Umfeld und in der medizinischen Nutzung wesentliche Erfahrungen gesammelt, die die Erwartungen auf Grund der vorhandenen wissenschaftlichen Publikationen bestätigten.
Seit Dezember 2009 ist auch am Herzzentrum Ludwigshafen am Rhein ein Apollo CXS im Einsatz, hier werden seit Januar 2010 täglich Patienten auf Ihr Risiko, den plötzlichen Herztod zu erleiden, untersucht. Professor Karlheinz Seidl, Leiter des Zentrums für Herzrhythmusstörungen ist von der schnellen Untersuchung und den Ergebnissen sehr überzeugt.
Am 22. Dezember 2009 erhielt Herr Krümmel für sein Engagement für BMDSys und sein Wirken gegen den plötzlichen Herztod die Auszeichnung „Heller Kopf 2009“.
Seit 1. März 2010 ist auch das Apollo CXS des Asklepios Klinikum St. Georg in Hamburg im klinischen Regelbetrieb, auch hier können sich alle Menschen untersuchen lassen, die durch intelligente Vorsorge ihr Risiko ermitteln lassen möchten um dann gegeben falls aktiv einen plötzlichen Herztod entgegenwirken zu können.
Junges Unternehmen mit mehr als 20 Jahren erfolgreicher Forschungsgeschichte
BMDSys kann auf ein eingespieltes Team mit einmaligem Know-How und einer langjährigen Erfolgsgeschichte zurückgreifen. Bereits in den späten 70er Jahren arbeitete Dr. Sergio Nicola Erné an der Weiterentwickung und Anwendung von Superconducting QUantum Interference Devices (SQUIDs), den empfindlichsten Magnetsensoren weltweit. Schon damals erkannte er deren Anwendbarkeit in Medizin und Biologie zur Erfassung der extrem schwachen Magnetfelder, die durch Zellaktivitäten hervorgerufen werden. 1982 wurde von ihm ein Magnetometer der ersten Generation fertig gestellt das in der Lage war die Magnetsignale von Zellaktivitäten zu erfassen. Die erste Software zur Auswertung von Magnetsignalen wurde in seinem Team sogar schon ab 1980 programmiert. In den nächsten Jahren folgten ständige Weiterentwicklungen der Sensoren, Datenerfassungssysteme und Software in Zusammenarbeit mit internationalen Wissenschaftlern. Nach der Gründung von BMDSys wurde das System der jüngsten Generation mit Hinblick auf die Anwendung im klinischen Alltag entwickelt und produziert. Das neue Apollo CXS verfügt über ein zeitlich und räumlich hoch auflösendes Sensorarray mit 55 hochsensiblen SQUID-Sensoren und ein Analysesystem, das dem Arzt sofort nach der Untersuchung für die Diagnostik aufbereitete Ergebnisse liefert.
Vernetzung mit wissenschaftlichen Partnern
BMDSys kooperiert mit zahlreichen wissenschaftlichen Partnern im In- und Ausland. „Besonderen Wert legen wir auf die Kooperation mit Wissenschaft und Wirtschaft im Freistaat Thüringen“ so Torsten Krümmel, CEO und Gründer von BMDSys. Stolz blickt das Unternehmen dabei vor allem auf eine jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Biomagnetischen Zentrum, der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Jena.
