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Forschung mit MFI

Neben dem Einsatz in der klinischen Routine kann MFI auch für die Forschung in der Kardiologie eingesetzt werden.

Akute Ischämie

Ein interessantes Gebiet ist z. B. die Detektion einer akuten Durchblutungsstörung (Ischämie) des Herzmuskels. Eine anhaltende akute Ischämie führt in der Regel innerhalb weniger Minuten zu einem Herzinfarkt. Da die Anzeichen für eine solche akute Ischämie mannigfaltig sein können ist es für den Arzt sehr wichtig schnell und zuverlässig beurteilen zu können, ob wirklich eine akute Durchblutungsstörung vorliegt oder die Symptome von etwas anderem verursacht werden. In vielen Fällen zeigt bereits ein vom Notarzt geschriebenes EKG dies an. Doch in vielen anderen Fällen ist das EKG nicht pathologisch oder nicht eindeutig, dann kann zukünftig ein MFI genaueren Aufschluss geben und so wertvolle Zeit für den Patienten einsparen. Durch eine früher eingeleitete Revaskularisation (Wiederöffnung des oder der verschlossenen Gefäße/s) kann so mehr lebenswichtiges Herzmuskelgewebe gerettet und damit die Prognose des Patienten wesentlich verbessert werden.

 

Die Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet sind bereits sehr vielversprechend. Erste Studien geben Hinweise darauf, dass akute Durchblutungsstörungen mit dem MFI früher und sehr zuverlässig sichtbar gemacht werden können.   

 

Ischämie unter Belastung

Bei Menschen mit einem oder mehreren verengten, aber nicht verstopften Herzkranzgefäß/en kommt es dazu, dass einige Areale des Herzmuskels während einer Belastung nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden und somit ein ischämischer Zustand entsteht. Auch hier kann das MFI auf einfache Weise helfen festzustellen, ob eine Durchblutungsstörung unter Belastung vorliegt und ob eine weitere Abklärung mittels Katheteruntersuchung angezeigt ist.

Zu dieser Fragestellung wurden bereits erste Ergebnisse veröffentlicht, die auch diese Anwendung des MFI nahelegen. Lassen sich diese Ergebnisse in klinischen Studien bestätigen, so kann das MFI dazu beitragen, dass Patienten mit Ischämie unter Belastung durch eine einfache, nichtinvasive Untersuchung identifiziert und so dem Katheterlabor zugeführt werden.    

 

Herzuntersuchungen bei Ungeborenen

Der Herzschlag des ungeboren Kindes lässt sich heute mit dem während der Schwangerschaft obligatorischen Ultraschall schon sehr gut zeigen. Eine elektrophysiologische Untersuchung des Herzens eines ungeborenen Kindes ist bis heute jedoch technisch im Grunde nicht möglich. Mit entsprechend ausgerüsteten MFI Systemen kann hier zukünftig möglicherweise Abhilfe geschaffen werden. Die Magnetsignale des Herzens des ungeborenen Kindes verlassen den Körper der Mutter ebenso unbeeinflusst wie die bei Erwachsenen. Eine Herausforderung hierbei ist die Separierung des fötalen und des mütterlichen Signals, doch hier sind die Wissenschaftler bereits sehr weit.

Diverse Veröffentlichungen und Studien zeigen die Validität des Verfahrens und es ist anzunehmen, dass durch den Einsatz von mehr Systemen und die Integration weiterer Daten in die Studien sehr interessante Ergebnisse zu erzielen sind.

 

Andere elektrophysiologische Fragestellungen

Bei den verschiedensten elektrophysiologischen Fragestellungen, wie z. B. bei Patienten mit Brugada Syndrom, Long QT Syndrom und vielen anderen, kann das MFI durch die vor einem Eingriff auf einfache und nichtinvasive Weise ermittelbaren Daten wichtige Informationen für die Planung des Eingriffs liefern und diesen somit effektiver machen. Die Forschung auf diesem Gebiet steht zwar noch am Anfang, aber diverse bereits veröffentlichte Ergebnisse geben Anlass  zu Optimismus auch auf diesem Gebiet.

 

 
NEWS
Jul 20, 2010
MFI bei einfach Genial

Fernsehbeitrag von "einfach Genial" jetzt hier auf der BMDSys Website

Feb 25, 2010
MFI im Regelbetrieb am Asklepios Klinikum St. Georg in Hamburg

Ab 1. März 2010 wird die Risikoeinschätzung für den Plötzlichen Herztod mittels Magnetfeld Imaging (MFI) im Regelbetrieb angeboten.

 
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