Verschiedene wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Menschen, die später lebensbedrohliche, hochfrequente Herzrhythmusstörungen erlitten haben, zuvor ein pathologisches elektrophysiologisches Bild im MFI aufgewiesen haben. Dabei zeigt das MFI, speziell in der Phase des Herzschlages, in dem die Herzkammer elektrisch erregt wird, Unregelmäßigkeiten innerhalb dieser Erregungswelle.Diese Unregelmäßigkeiten zeigen, dass die Erregungswelle, die unter normalen Umständen sehr homogen über den gesamten Herzmuskel ablaufen sollte, durch Veränderungen des Herzmuskelgewebes gestört wird.
Diese Veränderungen können verschiedenste Ursachen haben, so kann eine Durchblutungsstörung (Infarkt), eine Entzündung, eine Infektion oder ein mechanischer Auslöser das Gewebe geschädigt haben. Insgesamt können die Ursachen sowohl angeboren, wie auch im Laufe der Zeit erworben sein. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass der Risikoträger in vielen Fällen keinerlei Symptome spürt.
Statistisch gesehen finden sich in der Gruppe der Menschen, die in der Vergangenheit einen Herzinfarkt überlebt haben, relativ viele, die ein pathologisches MFI aufweisen, aber andererseits kann das Risiko für hochfrequente Herzrhythmusstörungen auch trotz eines recht schweren Infarktes und in der Folge stark eingeschränkter Herzpumpfunktion moderat sein.
