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Magnetic Field Imaging (MFI)

07/28/2009
Ergebnisse vom CARDIOSTIM: MFI unterstützt optimal bei der Risikostratifizierung

Pressemitteilung


Ergebnisse vom CARDIOSTIM
MFI unterstützt optimal bei Risikostratifizierung

 

Jena, 28. Juli 2008. Implantierbare Defibrillatoren können nachweislich vor einem Plötzlichen Herztod schützen – wenn sie bei den „richtigen“ Patienten eingesetzt werden. Das Erkennen dieser Risikogruppen ist daher ein wichtiger Aspekt in der kardiologischen Diagnostik. Bisher wurde die Indikation für eine Implantation auf der Basis der linksventrikulären Auswurffraktion (EF) (< 30 % respektive post MI < 35 %) festgemacht. Die Realität hat jedoch gezeigt, dass so auf der einen Seite viele Risikopatienten nicht identifiziert werden und auf der anderen Seite viele Patienten (zirka 80 % in der Primärprävention) einen ICD eingesetzt bekommen, ohne jemals eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung zu erleiden. Mit der MagnetFeld Imaging (MFI) Untersuchung gibt es nun eine neue Methode, die eine exaktere Risikostratifizierung ermöglicht und die für den Patienten mit keinerlei Nebenwirkungen verbunden ist. Auf dem 16. World Congress in Cardiac Electrophysiology and Cardiac Techniques (CARDIOSTIM), der Ende Juni 2008 in Nizza stattfand, wurde u. a. auch diese neue Diagnostik-Methode diskutiert. „Die Ergebnisse einer MFI Untersuchung können uns eine exakte Grundlage für die Diagnose liefern. So lassen sich z. B. Patienten identifizieren, bei denen die EF zwar über 35 % liegt, die aber dennoch von einem Plötzlichen Herztod bedroht sind und einer Therapie bedürfen. Andererseits könnten auch solche Patienten identifiziert werden, die nach heutigen Leitlinien einen ICD erhalten, von diesem jedoch nicht profitieren“, so Prof. Karl-Heinz Kuck, Asklepios Klinikum St. Georg Hamburg.

 

Die mittels MFI aufgenommenen magnetischen Signale des Herzschlages beinhalten wesentliche Zusatzinformationen, die in den Daten anderer Diagnoseverfahren nicht enthalten sind. Für die Risikostratifizierung einer bevorstehenden ventrikulären Tachykardie (VT) wird dabei speziell der QRS Komplex des Herzschlages mittels eines geeigneten Filterverfahrens aufbereitet und analysiert. Dieser weist bei Patienten mit dokumentierter VT eine typische Fragmentierung auf.1 Diesen Umstand macht man sich bei der Diagnose mittels MFI zunutze.

Das zurzeit verfügbare System Apollo CXS vom Unternehmen BMDSys, Jena, sticht vor allem durch seine speziell entwickelte Analysesoftware namens MIANDA hervor, die direkt nach der Untersuchung eine komfortable und umfangreiche Auswertung der Ergebnisse ermöglicht. Das System liefert dem Kardiologen für seine Diagnose, je nach Indikation verschiedene Werte, 3D Animationen, Grafiken oder Kurven. „Im Klinikalltag benötigen wir Diagnosesysteme, die sicher, schnell und effizient sind, damit dann direkt die nächsten Schritte eingeleitet werden können. MFI könnte so ein System werden. Wenn die weiteren Studienergebnisse überzeugen, werden wir es zukünftig in Hamburg neben den Studien auch in der klinischen Routine einsetzen“, so Kuck.

Das Diagnostik-System ist für den Patienten mit keinerlei Nebenwirkungen verbunden, da es nichtinvasiv, berührungslos und strahlungsfrei ist und zudem keinerlei Kontrastmittel bedarf.

 

1 Brockmeier et al. Fragmented ventricular depolarization detectable in the QRS complex of the magnetocardiogram after filtering with binomial non-recursivefilters. Computer in Cardiology 1994; IEEE Computer Society Press, 1994: 685-687

 

 
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